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Freiheit braucht Verantwortung

Menschenhandel ist eine moderne Form des Sklavenhandels

Es gibt mehr Menschen die unter Sklaverei ähnlichen Bedingungen leben als jemals zuvor

Es gibt Menschenhandel in Deutschland

Uns fehlen grundlegende Strukturen für die Identifikation und Unterstützung von Betroffenen, deshalb ist die Dunkelziffer hoch

Was ist Menschenhandel?

Menschenhandel kann Männer, Frauen und Kinder

in unterschiedlichsten Lebenssituationen treffen und in verschiedenen Formen auftreten.

Betroffene werden durch Gewalt, Drohungen, Täuschung, Abhängigkeiten oder andere Formen von Druck

angeworben, ausgebeutet oder daran gehindert, sich aus der Situation zu befreien.

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Auch Kinder können von sexueller Ausbeutung betroffen sein. Sie können durch Drohungen, Manipulation oder Gewalt zu sexuellen Handlungen gezwungen oder dazu gebracht werden. Täterinnen und Täter nutzen unter anderem Geschenke, Geld, Alkohol oder Drogen, um Vertrauen aufzubauen, Abhängigkeiten zu schaffen oder Kinder zu kontrollieren.

Sexuelle Ausbeutung ist niemals die Schuld der betroffenen Person. Menschenhandel kann Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen treffen. Wichtig ist, Anzeichen von Ausbeutung ernst zu nehmen und Betroffenen mit Verständnis, Schutz und Unterstützung zu begegnen.

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Viele Betroffene haben Angst, sich an die Polizei oder andere Behörden zu wenden. Sie befürchten beispielsweise weitere Gewalt, Bestrafung oder Repressalien gegen sich oder ihre Angehörigen. Zudem können Scham, fehlendes Vertrauen oder die Unkenntnis der eigenen Rechte dazu führen, dass sie keine Hilfe suchen.

Wichtig ist: Menschen, die zu Straftaten oder zum Betteln gezwungen werden, sind nicht automatisch Täterinnen oder Täter. Sie können selbst Betroffene von Menschenhandel und Ausbeutung sein. Ihre Situation sollte ernst genommen und mit Verständnis, Schutz und professioneller Unterstützung begegnet werden.

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Häufig sind die Lebens- und Arbeitsbedingungen schlecht und mit erheblichen gesundheitlichen oder sicherheitsbezogenen Risiken verbunden. Betroffene haben möglicherweise keinen ausreichenden Zugang zu medizinischer Versorgung, angemessener Unterkunft oder ausreichender Ernährung. Angst vor Gewalt, Bestrafung, dem Verlust der Unterkunft oder anderen Konsequenzen kann sie davon abhalten, sich an die Polizei, Behörden oder Beratungsstellen zu wenden.

Wichtig ist: Menschenhandel und Arbeitsausbeutung können auch dann vorliegen, wenn Betroffene zunächst scheinbar freiwillig eine Arbeit aufgenommen haben. Entscheidend ist, ob sie durch Gewalt, Drohungen, Täuschung oder das Ausnutzen einer Notlage oder Abhängigkeit ausgebeutet und daran gehindert werden, die Situation selbstbestimmt zu verlassen. Betroffene haben Anspruch auf Schutz und Unterstützung.

Indikatoren

  • Fehlende Ausweis- oder Reisedokumente beziehungsweise Verwendung falscher Identitätsausweise

  • Anzeichen von Misshandlungen

  • mangelnde Sprachkenntnisse oder Orientierung

  • Unkenntnis über die rechtliche Situation in Deutschland

  • fehlender Aufenthaltstitel oder Arbeitserlaubnis

  • eingeschränkte Bewegungsfreiheit, kein uneingeschränkter Zugang zu Telefon oder Internet.

  • Angst, offen zu sprechen, das Verhalten wirkt instruiert

  • Unruhe, Unsicherheit oder Fluchtversuche

  • schlechter körperlicher Zustand oder Vernachlässigung

  • Zusammenleben in größeren Gruppen unter unzumutbaren Umständen

Unten kannst du die ausführliche Indikatorenliste vom KOK herunterladen.

Be Free unterstützt Betroffene von Menschenhandel bei der Suche nach bedarfsgerechter Hilfe und vermittelt an entsprechende Fachstellen via unser Kontaktformular oder E-Mail an info@befree-de.org. 

Für anonyme, digitale Beratung empfehlen wir die virtuelle Beratungsstelle.

Für telefonische Beratung empfehlen wir das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen", das auch Männer und Kinder zu allen Formen des Menschenhandels berät. Das Hilfetelefon ist unter der 116 016 rund um die Uhr erreichbar – auch an Wochenenden und Feiertagen

Weitere internationale und nationale Fachinformationen

International:

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Deutschland:

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